154 Tote im vergangenen Jahr: Aktion gegen Gefahrenstrecke Landstraße gestartet

Dienstag, 14.02.2012
154 Tote waren 2011 bei Unfällen auf hessischen Landstraßen zu beklagen. Archiv-Foto: dapd

Zahlreiche Tote, noch mehr Verletzte: Auf den Landstraßen ist die Gefahr zu verunglücken deutlich höher als auf anderen Verkehrsstrecken in Hessen. "Im vergangenen Jahr starben insgesamt 154 Menschen auf Landstraßen in Hessen. Das waren 23 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle", sagte der Staatssekretär im hessischen Innenministerium, Werner Koch, am Montag in Niederbiel (Lahn-Dill-Kreis) zum Start des Programms Sichere Landstraße 2012".

Nach den Berechnungen der Experten ist das Risiko eines tödlichen Verkehrsunfalls dort fünfmal so hoch wie auf anderen Straßen. Die Gefahren liegen nach Angaben der hessischen Polizei für die Fahrzeugführer in Einmündungen, Ausfahrten und Kuppen. Unvorhergesehene Situationen wie Wildwechsel, einbiegende Fahrzeuge oder schlechte Fahrbahnen verursachten ebenfalls häufig Unfälle. In den meisten Fällen sei aber überhöhtes Tempo schuld. "Daher steht die Geschwindigkeit im Mittelpunkt der Offensive", sagte der Staatssekretär zu dem Sicherheitsprogramm. Im Jahr 2011 endeten nach seinen Worten 46 Unfälle tödlich, weil die Beteiligten zu schnell unterwegs gewesen seien.

Die hessische Polizei nahm zum Start des Programms am Montag an 14 Stellen im gesamten Bundesland Geschwindigkeitskontrollen vor, die zuvor im Radio angekündigt worden waren. An den jeweiligen Streckenabschnitten war es in der Vergangenheit vermehrt zu Unfällen gekommen. Auf der Bundesstraße 49, die für die Auftaktveranstaltung ausgewählt wurde, waren es 83. Dabei starben zwei Menschen.

Neben der Geschwindigkeit steht der Kampf gegen Wildunfälle sowie Alkohol und Drogen im Mittelpunkt der Offensive. Die Polizei will dabei besonders junge, unerfahrene Fahrer informieren. Aber auch ältere Menschen sollen über Risiken aufgeklärt werden.

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