Arbeitskreis „Frau und Beruf“ im Kreis Limburg-Weilburg unterstützt den Equal Pay Day

Am 25. März kämpfen Frauen für: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“
Dienstag, 22.03.2011
Arbeitskreis „Frau und Beruf“ im Kreis Limburg-Weilburg unterstützt den Equal Pay Day

Schon zum vierten Mal wird der Equal Pay Day bundesweit von einem Aktionsbündnis aus Wirtschaftsverbänden und Frauenorganisationen organisiert, das sich gemeinsam für den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern einsetzt. Warum der 25.März?
Dieser Termin markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Die Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist 100 Jahre alt, aber bis heute nicht eingelöst und aktueller denn je. Die Einkommensunterschiede dürfen nicht länger tabuisiert werden. Der Equal Pay Day macht auf die verdeckte Form der Diskriminierung aufmerksam, so der Arbeitskreis „Frau und Beruf“.
Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten Unterschied bei der Bezahlung von Frauen und Männern. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes in Wiesbaden verdienen Frauen 23 Prozent brutto weniger als Männer. In der EU sind es im Durchschnitt laut Gender Pay Gap 18 Prozent Unterschied.
Die Frauenbeauftragte des Kreises Limburg-Weilburg und Leiterin des Arbeitskreises, Ute Jungmann-Hauff, fordert: „Gewerkschaften und Arbeitgeber müssen für diskriminierungsfreie Tarifverträge sorgen und für Frauen und Männer Existenz sichernde Löhne aushandeln. Die Fakten sind unstrittig: 70 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen. Die Entgeltunterschiede spiegeln wider, dass Frauen häufig schlechter bezahlte Jobs annehmen, in Teilzeit arbeiten oder nach der Elternzeit einen Karriereknick erleben.“
Der Arbeitskreis macht sich seit über dreizehn Jahren für bessere Arbeitsbedingungen für Frauen stark. Die Forderung lautet: „Die am besten ausgebildete Frauengeneration verdient optimale Rahmenbedingungen, unter denen Familie und Karriere kein Widerspruch sind. Dafür brauchen wir ganztägige Betreuungsangebote und mehr familienfreundliche Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeit für Frauen und Männer“.
Am Freitag, 25.3. findet um 11 Uhr in der Fußgängerzone, Europaplatz eine „Rote Karte“ Aktion statt.