Brustkrebs bewegt: Ein Leitfaden durch den „Krankenhausdschungel“
„Wer ist wer im Krankenhaus? Wie finde ich mich im Krankenhausdschungel zurecht?“ Diese Fragen beantwortet der Leiter des Brustzentrums St. Vincenz, Chefarzt Dr. Peter Scheler, am Samstag, 24. September 2011, ab 9 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Brustkrebs bewegt“ in den Räumen des Reha-Zentrums Meuser im Gesundheitszentrum Schafsberg. Im An-schluss spricht Dr. Diethard M. Usinger, Facharzt für Orthopädie der Hohenfeld-Kliniken Pfizer Bad Camberg zum Thema „Therapie des Mammacarcinoms: Was macht der Knochen“.
Wie immer steht natürlich auch das schon traditionelle Angebot der Diplom-Sportpädagogen aus dem Reha-Zentrum Meuser auf dem Programm: Katharina Fuchs wird wie gewohnt zur Powerfrauen-Gymnastik aufrufen – von daher sind bequeme Kleidung und Decken mitzubringen. Ende der Veranstaltung ist ca. 12 Uhr.
Insbesondere dieser Veranstaltung symbolisiert das eigentliche Anliegen der Veranstaltungsreihe: die emotionale Barriere unsicherer, besorgter Patientinnen gegenüber dem medizinisch kompetenten Fachpersonal soll überwunden werden, objektive Kriterien zur Orientierung werden den Frauen an die Hand gegeben. Entscheidende Fragen, die eigentlich für jeden Patienten, ganz gleich mit welcher Erkrankung, relevant sind, sollen beantwortet werden: in welches Krankenhaus gehe ich, wer berät mich objektiv, ist wohnortnahe Versorgung ein Kriterium für mich oder stattdessen das Renommee der Klinik, welche Bedeutung haben Zertifizierungen, ist die Zahl der jährlichen Eingriffe relevant, kurzum: wie definiere ich ärzliche Expertise? Aber auch Orientierung für ganz praktische Fragen wird geliefert: Wie sind die Regularien der Aufnahme, welche Formulare müssen warum ausgefüllt werden. Kann ich als Kassenpatientin z. B. ein Einzelzimmer gegen Zuzahlung in Anspruch nehmen, wann be-komme ich Oberarzt-, wann Chefarztbehandlung, warum und wieso gibt es hier oder dort die Wartezeiten.
Grundsätzlich will das gemeinsame Seminarangebot des Brustzentrums St. Vincenz und des Rehazentrums Meuser an Brustkrebs erkrankten Frauen helfen, mit ihrer Erkrankung zu leben und einen ganz persönlichen Weg aus der Ohnmacht zu finden, die diese Erkrankung oftmals mit sich bringt. Angehörige und Freunde sind ganz bewusst miteingeladen zu diesen Veranstaltungen: Denn Ehemänner, Partner, Kindern, Eltern und Freunde leiden schließlich mit.

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