Höhere Ausgaben für Kinderbetreuung in Limburg

Montag, 20.02.2012

Der Haushaltsansatz des Jahres 2011 für Kinderbetreuung in Limburg, der bereits im Ansatz gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich erhöht war, wird im Jahre 2011 nochmals überschritten. Damit sind die Ausgaben für die Kinderbetreuung in Limburg, einschließlich aller Stadtteile, erneut spürbar angestiegen. Die Kosten werden vollständig von der Stadt Limburg getragen – die Eltern werden an den Kostensteigerungen nicht beteiligt.

Die Überschreitung beläuft sich auf ca. 335.000 Euro. Im Jahr 2011 wird das Jahresergebnis im Bereich der Kinderbetreuung damit bei fast 4,8 Millionen Euro liegen. Es ist damit absehbar, dass in nächster Zeit die 5 Millionen Euro-Marke für Kinderbetreuung in Limburg überschritten wird.
„Die Kinderbetreuung ist damit auch in Zukunft mit weitem Abstand der größte Einzelposten im Limburger Haushalt. Dies ist innerhalb der Stadt auch unumstritten und völlig richtig, da die Gelder für unsere Kinder richtig angelegt sind. Die Stadt und damit vor allem der Steuerzahler Limburgs zeigt damit, welchen Stellenwert die Bildung und Ausbildung hat, da in den Limburger Einrichtungen hochwertige pädagogische Arbeit geleistet wird“, so Limburgs Erster Stadtrat Michael Stanke.

Und auch jetzt schon seien weitere Herausforderungen erkennbar. Zwar ist Limburg auf sehr gutem Weg die geforderten 35 Prozent Plätze für U3-Kinder zu schaffen, aber dies wird durch die Haltung beider Kirchen, neue Gruppen im U3-Bereich nicht mitzufinanzieren, deutlich schwerer für die Stadt. Deshalb sei die Stadt auf neue freie Träger angewiesen und froh, dass diese gerade in Limburg bereit seien, Krippen zu eröffnen. Sowohl kirchliche als auch freie Träger erhalten vom Land Hessen höhere Zuschüsse, als wenn die Stadt eigene kommunale Kindergärten betreiben würde.

"Die Stadt wird die Kinderbetreuung in Limburg allerdings nur weiter ausbauen können, wenn auch die notwendigen Einnahmen gesichert sind. Da die Eltern nicht bereit sind, deutlich höhere Beiträge zu zahlen, ist die Stadt darauf angewiesen, auch in Zukunft über Firmenansiedlungen die Gewerbesteuereinnahmen zu verstetigen oder gar zu steigern. Und gerade im Bereich Kinder- und Jugendarbeit ist eine vernünftige Weiterentwicklung wichtig für unseren Standort und unverzichtbar, um auch in Zukunft junge Familien anzuziehen, die wiederum Firmen zu ihrem Erfolg verhelfen. Somit ist auch die Kinderbetreuung ein Teil der Wirtschaftsförderung", betont Stanke abschließend.

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