Rudern: Gold für Deutschland – Gold für Limburg

Matthias Glaser beim Baltic-Cup erfolgreich
Donnerstag, 29.09.2011
DRV-Vierer auf dem Siegersteg - Matthias Glaser 2. von links.

Grund zum Strahlen gab es ein weiteres Mal für die Limburger Ruderer: Matthias Glaser vertrat die Farben des Deutschen Ruderverbandes (DRV) und seines Heimatvereins, dem Limburger Club für Wassersport, beim diesjährigen „Baltic-Cup“ und das überaus erfolgreich! Die 10 Anrainerstaaten des Baltikums (die Skandinavischen Länder, Litauen, Lettland, Estland, Polen, Russland und Deutschland) treffen sich alljährlich zu einem hochrangigen Vergleich der Junioren (15 bis 17 Jahre) um die Nachwuchstalente einer ersten Überprüfung im Hinblick auf die kommende Saison zu unterziehen. Die Regattastrecke bei Trakai (Litauen) stellte in diesem Jahr den Austragungsort für die jungen Ruderer dar. Mit von der Partie auch Matthias Glaser aus Limburg. Das Bundestrainerteam hatte ihn, gemeinsam mit seinem Zweier-Partner Fabian Bindenberger aus Weilburg und Marcel Mertens, sowie Leonhard Schmitz aus Essen für den Start im Junioren-Vierer o. St. aufgrund der ausgezeichneten Ergebnisse der Saison 2011 nominiert.

Bereits im August konnte sich die Mannschaft in einem einwöchigen Trainingslager im Rahmen des DeutschFranzösischen Leistungssport-Austauschprogrammes in Mâcon vorbereiten. Nicht ohne Erfolg, wie die Regatta in Trakai zeigen sollte. Die Rennfolge sieht vor, dass am Samstag über die Normalstrecke (2000m) reagttiert wird und im abschließenden Rennen des Sonntags die Sprintdistanz über 500m gerudert wird. Acht Nationen hatten ihre Meldungen für den Junioren-Vierer o. St. abgegeben. Wie konnte sich das junge deutsche Quartett hier schlagen?
Für seine Windanfälligkeit bekannt, wurde die Strecke ihrem Ruf immer wieder gerecht. Einziger Vorteil: alle Bahnen sind gleich betroffen und somit gilt es, sich mit den vorhandenen Bedingungen bestmöglich zu arrangieren. Der deutschen Crew mit Martens/Bindenberger/Glaser und Schmitz glückte dies in beachtlicher Manier. Nach der zügigen Startphase wurde der Vorsprung nach und nach deutlicher und betrug nach dem Endspurt der 2000m-Distanz etwa zwei Längen. Der Vierer aus Estland sowie die Vertretungen aus Russland und Dänemark konnten hier noch dem Tempo des deutschen Bootes am besten folgen. Die selben Mannschaften setzten sich auch auf der Sprintdistanz am Sonntag auseinander. Mit wesentlich höherer Schlagfrequenz muss die 500m-Strecke durchrudert werden und auch dies gelang der DRV-Vertretung bestens.

Knapp vor dem Boot aus Estland (0,4 Sekunden) gelang es dem deutschen Boot seinen Bugball als erstes über die Ziellinie zu schieben. Zwei Starts –zwei Siege, besser geht es nicht! Für Matthias Glaser sollte dieser Erfolg genügend Ansporn für die bevorstehenden Aufgaben der kommenden Saison sein. Am kommenden Wochenende geht es zunächst auf dem Werratalsee in Eschwege zur Sache. Die hessischen Ruderer ermitteln dort ihre Landesmeister. Der Limburger Club für Wassersport wird mit einer sehr großen Mannschaft an den Start gehen und versuchen auch hier als „Medaillenfischer“ tätig zu werden. Bereits im Oktober beginnen die Vorbereitungen für das bevorstehende Wettkampfjahr 2012.

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