Das Fußballwochenende im Rückblick
Mehr als 400 Zuschauer auf dem Offheimer Sportplatz sahen ein einseitiges Gruppenliga-Derby. Die Gäste aus Dietkirchen gewannen mit 3:0. So stand es bereits nach rund einer halben Stunde. In der Hessenliga musste Hadamar die Punkte dem FSV Fernwald überlassen.
HESSENLIGA:
FSV Fernwald - Spvgg Hadamar 2:0 (1:0)
Trainer Heiko Weidenfeller sah auch beim „Nachbarschaftsduell“ im knapp 70 Kilometer entfernten Fernwald eine Hadamarer Mannschaft, die noch nicht das Maximalmögliche (und für Hessenliga Notwendige) auf den Platz brachte. Gegen den Spitzenreiter FSV Fernwald verlor der Aufsteiger mit 0:2. Das vermeintliche Spitzenspiel (Erster gegen Fünfter) bot 250 Zuschauern keinen wirklich spektakulären Kick. Zunächst war Hadamar die bessere Mannschaft und erspielte sich Möglichkeiten zum 0:1. Kurz vor der Pause gerieten die Fürstenstädter allerdings in Rückstand. Die Einheimischen waren von diesem Tor gestärkt und ließen nach der Pause nicht mehr viel zu. Bei etlichen Gelegenheiten versäumte es der FSV, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Erst ein von Völk genutzter Strafstoß beseitigte die Zweifel.
Fernwald: Schmitt, Bodnar, Schadeberg, Golafra, Völk, Marankoz, Ehser (81. Sofinski), Solak (68. Buycks), Schlecht (85. Erben), Gouri, Simon.
Hadamar: Strauch, M. Groß, Horner, Alves, Tahiri, Goller (81. Heep), Kuczok, Aziz (75. Meuth), M. Groß, Körner, Kling (75. Mansur).
Schiedsrichter: Mike Britting (TSV Deisel).
Tore: 1:0, 2:0 beide Dominik Völk (44., 79./Elfmeter).
VERBANDSLIGA:
RSV Würges - FSV Schröck 2:3 (2:2)
Der RSV Würges wollte nach dem Sieg gegen Eddersheim nachlegen, aber es gelang nicht. Im Heimspiel gegen den FSV Schröck verlor das Team von Maik Kiesel mit 2:3 (2:2). Die Enttäuschung ist groß.
Samstag, 17.15 Uhr: Schiedsrichter Manuel Tauber pfeift die Begegnung zwischen dem RSV Würges und dem FSV Schröck ab. Die RSV-Fans verlassen schnell und enttäuscht das Stadion Goldener Grund. Am Mittelkreis tanzt und jubelt die Truppe aus dem Marburger Stadtteil und freut sich über einen unerwarteten Auswärtssieg. Die Würgeser Spieler sind tief enttäuscht und lassen die Köpfe hängen. Nur in der ersten Spielhälfte konnten sie das Geschehen auf dem Grün bestimmen. In der zweiten Hälfte musste das Team Lehrgeld bezahlen.
Die Begegnung gegen den RSV Schröck lief so, wie es RSV-Cheftrainer Maik Kiesel erwartet hatte. Die Gäste traten defensiv eingestellt an und verengten in der eigenen Hälfte den Spielraum für die Offensivkräfte des RSV. Produzierten die stürmenden Würgeser einen Ballverlust, konterten die
Gäste blitzschnell über ihren einzigen Stürmer Tobias Mandler und die schnell nachrückenden Kräfte aus dem mit fünf Akteuren besetzten Mittelfeld.
Die Gastgeber zeigten von Beginn an einige schöne Kombinationen. Man vermisste aber die nötige Durchschlagskraft. Dennis Leopold konnte nach Pass von Soufian Allali und einem toll gelungenen Lupfer über Gästetorwart Jonas Wagner den RSV Würges in der 22. Minute in Führung bringen. In der Folge gelang es aber nicht, die Führung auszubauen. Philipp Albert scheiterte in der 25. Minute nach einer schnellen Stafette am Schlussmann der Gäste. Weitere klare Einschussmöglichkeiten konnten nicht erspielt werden.
Die Schröcker erschreckten die Würgeser erstmals in der 41. Minute. Die einheimische Abwehr stoppte einen Angriff des FSV, der den Gegenzug aber abfing und über links konternd eine Flanke diagonal in den Strafraum spielte. Bernd Wiesner startete von rechts, sprang in die Flanke und traf per Kopfball hoch in die lange Ecke. Kaum zwei Minuten später führte der Gast. Auf der linken Seite in Strafraumnähe verlor ein Abwehrspieler den Ball. Marco Loi zögerte nicht, schoss und traf in die linke, lange Ecke (43.). Direkt im Gegenzug wurde Nouredin El Quariachi am linken Flügel freigespielt. Als der Youngster in Richtung Tor startete, wurde er kurz vor dem Torraum vom herausstürzenden Keeper Jonas Wagner zu Fall gebracht. Ersin Kizarmis verwandelte den Strafstoß flach, sicher und unhaltbar in die linke Torecke zum 2:2-Halbzeitstand (45.).
Die Anhänger des RSV waren zum Anpfiff von Hälfte zwei wieder optimistisch gestimmt, auch weil nun die Generaloffensive im Team in Rot erwartet wurde. Ein beherztes Anstürmen gegen das Tor vor dem Vereinsheim wurde aber vermisst. Lediglich El Allali prüfte in Minute 49 Jonas Wagner mit einer Granate aus 25 Metern. Der Gästetorwart zeigte seine Klasse und wehrte das Geschoss mit einer Flugparade zur Ecke ab. 15 Minuten vor Spielende kam Christian Kunert über rechts zum Zug. Wagner kam dem Neuzugang entgegen und wehrte ab. Ebenso abgewehrt, von einem Gästeabwehrmann wurde der Nachschuss von Mohammed Abbas. Bei dem anschließenden Eckball von rechts kam Abbas vier Meter vor dem Tor freistehend an die Kugel. Er vergab, als er das Leder in die Arme von Wagner köpfte (76.).
Die Gäste hatten in der Zwischenzeit schon Morgenluft gewittert und starteten gegen die nachlassenden Einheimischen immer öfter Gegenangriffe. Eine Warnung gab es in der 77. Minute durch Bernd Wiesner, dessen Flachschuss aus 15 Metern am rechten Torpfosten landete. Manuel Schäfer erhielt den Ball in der 83. Minute an der linken Strafraumlinie. Ungestört zog der Spieler mit der 10 auf dem Rücken nach innen und ließ Jens Rock keine Chance, als er aus wenigen Metern zum 3:2-Siegtreffer für den FSV Schröck in die kurze Ecke einschoss.
Fazit: Der RSV Würges erlitt im fünften Saisonspiel die dritte Heimniederlage. Die Gründe für das enttäuschende Abschneiden sind leicht zu erkennen. Das der sportlichen Leitung zur Verfügung stehende Spielermaterial ist in der Anzahl zu knapp bemessen. Bedingt durch die hohe Anzahl der verletzten Spieler hat Maik Kiesel keine Möglichkeiten, eine schwache Tagesform eines Spielers auszugleichen. Es ist zu befürchten, dass Sebastian Bauschke, Erik Lederer, Timo Schleis und eventuell Patrick Zanner wegen der Schwere ihrer Verletzungen noch längere Zeit ausfallen. Hoffnung besteht, dass Daniel Dylong und Christian Kühnel bald wieder mitwirken können. Hier stellt sich nun die Frage, ob der RSV Würges in den verbleibenden zehn Tagen der Transferzeit noch eine Verstärkung an Land zieht.
Würges: Rock, Kramke, El Quariachi (51. Chaparro), Özbakir, Kizarmis, El Allali, Albert, Szekely, Baier, Leopold (70. Abbas), Baum (46. Kunert).
Schröck: Wagner, Kutowka, Keskin, Eichler, Özbay (60. Borawski), Loi, Mandler (70. Rommelspacher), Schäfer, Wiesner, Greb, Rettig.
Schiedsrichter: Manuel Tauber (GSV Gundernhausen).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Dennis Leopold (22.), 1:1 Bernd Wiesner (40.), 1:2 Marco Loi (43.), 2:2 Ersin Kizarmis (45., Elfmeter), 2:3 Manuel Schäfer (84.).
GRUPPENLIGA:
Vier Spieltage lang war der SV Wallrabenstein ungeschlagen. Jetzt hat es die Elf vom Forsthaus innerhalb einer halben Woche gleich zweimal erwischt. Auf das überraschende 2:5 gegen Lorsbach folgte eine 0:2-Pleite im Spitzenspiel gegen die SG Hausen/Fussingen/Lahr. Die Zuschauer auf dem Fussinger Sportplatz sahen in der 69. Minute das 1:0 für die SG durch Dominic Merz und sieben Minuten später die Entscheidung durch Florian Groß. Damit ist der Kreis Limburg-Weilburg im Klassement bestens präsentiert. Dietkirchen und Hausen/Fussingen/Lahr liegen punktgleich an der Spitze. Der RSV Weyer bleibt mit acht Punkten zunächst im Mittelfeld. Bei Aufsteiger SG Hoechst gab's für die Grün-Weißen ein 1:1. Sein Debüt beim RSV gab Neuzugang Niko Nakas, der frühere Wehener Zweitligaprofi. Bis zur 80. Minute machte ein Eigentor des Hoechsters Gharbi den Unterschied. In der 80. Minute erzielte Ali Mahboubi den 1:1-Endstand. Kurz vor Schluss vergab Kaplan noch einen Strafstoß.
SC Offheim - TuS Dietkirchen 0:3 (0:3)
Neben dem Spielfeld spielte sich die Musik fürs spätere Kirmestreiben ein, auf dem Platz spielte die Musik größtenteils in der Hälfte der Einheimischen. Ein wie schon in den vergangenen Wochen begeisternder Aufsteiger aus Dietkirchen drückte dem Nachbarschaftstreffen seinen Stempel auf. So wie das letzte Offheimer Spiel gegen Frauenstein endete, begann auch das am Freitagabend - mit einem Gegentor. Gerade 70 Sekunden waren gespielt, da traf Michael Schmitz bereits zum 0:1. Mit Druck nach vorne, läuferisch, kämpferisch und spielerisch überlegen ließ die Reckenforst-Elf keinen Zweifel aufkommen, dass der derzeit um Längen stärkere Limburger Gruppenligist aus Dietkirchen kommt. Offheim fand kein Mittel selbst Gefährliches herbeizuführen, während Julian Heep nach einer Viertelstunde auf 0:2 erhöhte. Offheim drohte früh ein Debakel. Simon Balmert (24.) schoss knapp rechts am Tor vorbei, in der 32. Minute zappelte das Leder schon zum dritten Mal in den Maschen. Schmitz, zum zweiten Mal erfolgreich, ließ SC-Keeper David Ries mit einem Abschluss ins kurze Eck nicht gut aussehen. Beinahe hätte der Dietkirchener Angreifer sein drittes Erfolgserlebnis noch vor der Pause folgen lassen. Ries war bereits überwunden, aber Nicolai Campana konnte in der 40. Minute mit der Hacke kurz vor der Torlinie retten.
Im zweiten Durchgang schalteten die Gäste zurück, beschränkten sich auf die Spielkontrolle und die Partie hatte kaum noch Höhepunkte zu bieten. Chancen ließen lange auf sich warten. Erst in der Schlussphase wurde es für die Zuschauer wird interessant, als der eingewechselte Carsten Jung (85.) einen Konter weit über das Tor hämmerte, drei Minuten später trat er nach einer Flanke von der rechten Seite über die Kugel.
Während Dietkirchen zumindest bis Sonntag die Tabellenführung übernommen hat, wartet Offheim weiterhin auf den ersten Saisonsieg.
Bemerkenswert auch: Hessenliga-Schiedsrichter Boris Kosche kam, hier und da ein Auge etwas fester zu drückend, ohne eine einzige Verwarnung aus. René Weiss
Offheim: Ries, Müller (87. Roos), Hoferichter, Schenk, Campana, Tekdas, Schmidt (60. Brennecke), Uran, Hoffmann (62. Capricana).
Dietkirchen: S. Schmitt, Merfels, Polonio, Balmert, Dempewolf, Stöhr, Heep (60. Jung), Granja (68. Müller), Schmitz, D. Schmitt, Sancak.
Schiedsrichter: Boris Kosche (Eltville).
Tore: 0:1 Michael Schmitz (2.), 0:2 Julian Heep (16.), 0:3 Michael Schmitz (32.).
SG Hoechst – RSV Weyer 1:1 (0:1)
Weyer begann im Hoechster Stadtpark recht schwungvoll und hatte bereits in der dritten und vierten Minuten die ersten Einschusschancen durch Neuzugang Nikoloas Nakas und Dominic Voss. Und auch während fast der gesamten ersten Halbzeit blieben die Grün-Weißen spielbestimmend, die Gastgeber versuchten sich lediglich mit zwei gefährlichen Kontern, die aber beide leichte Beute des sicheren Schlussmannes Matthias Gleissner wurden (14. und 25.). Da aber auch Nebil Kaplan und André Schmidt ihre Chancen nicht zwingend genug abschlossen, blieb es lange beim 0:0. Gegen Ende von Halbzeit eins verflachte das Spiel etwas, beide Mannschaften mussten den hohen Temperaturen Tribut zollen. Trotzdem gab es vor dem Wechsel noch den ersten Torerfolg zu vermelden, Tobias Schneider schlug einen Freistoß mit links von der rechten Seite, in der Mitte lauerte Nebil Kaplan, dessen Torversuch noch abgefälscht wurde und somit unhaltbar für Torhüter Deda einschlug. Die knappe Führung spiegelte auch den Spielverlauf der ersten Hälfte wieder. Nach dem Seitenwechselsorgte zunächst der Unparteiische für die ersten Aufreger, indem er im Minutentakt aus Gästesicht einseitige Verwarnungen verteilte, während das Spiel eigentlich noch relativ ruhig dahinplätscherte. Interessanter wurde es erst wieder ab der 70. Minute, als die Gastgeber sich offenbar des Rückstandes bewusst wurden und nochmal aufs Gas traten. Die ersten beiden Schusschancen gingen noch knapp am Tor vorbei, als aber Schedi Ben Youssef aus kurzer Distanz an die Hand geschossen wurde, zeigte der Schiedsrichter zehn Minuten vor dem Ende auf den Elfmeterpunkt. Der eingewechselte Ali Mahboubi ließ sich die Chance nicht entgehen und verlud Matthias Gleissner zum etwas schmeichelhaften Ausgleich. Mit etwas Glück nämlich hätte der RSV durch Tobias Schneider den Vorsprung längst ausgebaut haben können, aber Deda klärte dessen Versuch aus kurzer Distanz (72.). In der nun durch viele Unterbrechungen geprägten Schlussphase sollte sich aber nochmal für die Mannen von Markus Schmiedl die Möglichkeit zum Matchpoint ergeben, der durchgebrochene André Schmidt wurde von Kofi Deda regelwidrig im Strafraum von den Beinen geholt und es gab Foulelfmeter. Torjäger Nebil Kaplan legte sich den Ball zurecht, scheiterte aber mit seinem Versuch an der Querlatte, so dass man am Ende mit nur einem Punkt die Heimreise antrat, wo die Möglichkeit, einen Dreier zu holen, greifbar gewesen wäre.
Hoechst: Deda, Gharbi (76. Ciftci), Haslak, Rumpeltes, Covello, Neubauer, Babic, Teca Feijo (74. Maric), Seibel, Hartmann (46. Mahboubi), Gök.
Weyer: Gleissner, Lanois (66. Kuhn), Nakas, Philipps, Enderich, Schneider, Blazquez, Schmidt (89. Horz), Voss (86. Putz), Kaplan, Ben Youssef.
Schiedsrichter: Christoffer Reimund (SV Eintracht Zwingenberg).
Tore: 0:1 Alexander Gharbi (44., Eigentor), 1:1 Ali Mahboubi (80.).
Besonderheit: Weyers Nebil Kaplan schießt Foulelfmeter an die Latte (85.).
SG Hausen/Fussingen/Lahr – SV Wallrabenstein 2:0 (0:0)
Hausen: Erbse, Krekel, Schlimm, Groß, Haller, Störzel, Röhrig (43. Merz / 89. Wagner), Doll, Rücker (66. Otto), Orendi, Erbach.
Wallrabenstein: Bördner, Ulmrich, Akrri, Neidhardt (73. Woitalla), Hofmann, Hertling, Tramontana, Freidel, Emmel, Scheib (49. Schüler), Nüchtern (69. Altpeter).
Schiedsrichter: Andreas Hofheinz (SSV Sechshelden)
Tore: 1:0 Dominic Merz (69.), 2:0 Florian Groß (76.).
KREISOBERLIGA:
Die wichtigste Nachricht des 4. Spieltags in der Kreisoberliga Limburg-Weilburg: Der FC Dorndorf hat beim 3:3-Unentschieden gegen die FSG Dauborn/Neesbach die ersten Punkte in dieser Runde liegen lassen. Damit ist der TuS Löhnberg, der 2:1 gegen Würges II gewann, alleine an der Tabellenspitze.
RSV-Trainer Volker Crecelius hatte ein spielstarkes Team aufgeboten, daß den Hausherren in spielerischer Hinsicht überlegen war. Die Löhnberger hatten in ihrer Truppe schnelle Stürmer an Bord, die mit weiten Pässen eingesetzt torgefährlich agierten. Schiedsrichter Florian Kunz vom TuSpo Beilstein leitete das Spiel und traf seine Entscheidungen meist von der Nähe der Mittellinie aus. In der Entscheidungsfindung zeigte er sich bei der schnellen Begegnung konsequent. Drei Foulelfmeter, eine Gelb/Rote Karte und eine Rote Karte, alle nicht unberechtigt, waren für den Spielausgang mit entscheidend. Aber auch die Oberlahn-Elf bekam's nicht einfach gemacht. Der RSV II trat von Beginn an auf das Gaspedal und hatte im Mittelfeld ein Übergewicht. Der TuS konterte meist über links, wo die schnellen Stürmer Daniel Roßbach und Patrick Kolodzieczyk für Unruhe sorgten. Als Kolodzieczyk im Strafraum von hinten gefoult wurde, gab es die erste Strafstoßentscheidung des Unparteiischen. Der Gefoulte trat zur Ausführung an und vergab, als er nur den rechten Pfosten traf (27.). Löhnbergs Mannschaftskapitän Michael Hänsel traf zehn Minuten später besser. Er schoss das Leder aus 15 Metern flach in die rechte Torecke zur Pausenführung. Nach dem Wiederbeginn forcierte der Gast nochmals das Tempo und drängte auf den Ausgleich. Die umfangreichen Bemühungen wurden aber nicht belohnt, weil man bei der Chancenverwertung mehrfach ohne Erfolg blieb. Die Platzherren standen mit dem Rücken zur Wand und verursachten in der Not auch einen Foulelfmeter am durchbrechenden RSV-Debütanten Karsten Zeiger. Arne Wagner vollstreckte in der 79. Minute sicher. Den Sieg vor Augen stürmten die Würgeser weiter, aber ohne Erfolg, scheiterten auch als zweimal Löhnberger Abwehrspieler auf der Torlinie retteten. Eine weitere Elfmeterentscheidung sorgte dann für den Sieg der Heimelf. Maurice Zochert behielt in Minute 88 die Nerven und verwandelte zum Siegtreffer.
RSV-Coach Volker Crecelius zeigte sich mit der von seinen Schützlingen gebotenen Leistung zufrieden. Als ungerecht und dem Spielverlauf nicht entsprechend beurteilte er das Endergebnis. Die Vielzahl der Tormöglichkeiten hätten zum Auswärtssieg für den RSV Würges II reichen müssen, meinte er.
Oben festgesetzt hat sich auch Aufsteiger SG Ahlbach/Oberweyer (nach drei Spielen weiterhin unbesiegt). Am Sonntag gab's einen 1:0-Erfolg über den VfL Eschhofen. Ganz anders Neuling Nummer zwei aus Niedertiefenbach. Der VfR unterlag 1:3 gegen Niedershausen und bleibt bei einem Punkt stehen. Niedershausen verhinderte durch den Dreier, sich ebenfalls ganz unten einzunisten. Die SG Kirberg hat gegen ihren Angstgegner aus Weilburg erneut nichts reißen können. Mit 2:5 wurde verloren. Mit dem gleichen Resultat unterlag Laubuseschbach gegen Weinbachtal. Auch fünf Gegentreffer hinnehmen musste die SG Hausen/Fussingen/Lahr II. Die SG Kubach zeigte sich beim 5:0 in Fussingen in großer Torlaune. Die SG Hintermeilingen/Ellar hielt mit einem 3:1 beim VfR 07 Limburg die Spitze in Reichweite. Die Elf vom Stephanshügel bleibt sieglos.
Kreisliga A
FCA Niederbrechen II - Weyer II
Auch im zweiten Heimspiel der Saison gelingt der ersten Mannschaft des FCA Niederbrechen nicht der ersehnte erste Erfolg der Saison. Zwar ließen die Schwarz-Weißen in der ersten Halbzeit keinerlei Offensivaktionen der Weyerer zu, jedoch gelang es auch der eigenen Offensivabteilung nur bedingt Druck nach vorne zu machen. Auffälligste Szene war ein über rechts vorgetragener Angriff über Schneider, der den Ball zu Eisenbach beförderte. Dieser prüfte nach einer gekonnten Einzelaktion zum ersten Mal das Können des Weyerer Torhüters Barthelmes. Ansonsten konnte man die Überlegenheit der ersten Halbzeit nicht in zählbares verwandeln. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte wachten die Gäste dann doch noch auf und konnten erstmals Druck auf die Hintermannschaft der Alemannen aufbauen. Beste Chance war dabei ein Distanzschuss von Petri, den Yannik Schneider jedoch entschärfen konnte. Etwas glücklich war dann der Führungstreffer von Loresch in der 64. Minute. Ein als Flanke reingebrachter Freistoß viel nach Irritationen im Strafraum staubtrocken ins Eck. Trotz sengender Hitze gab der FCA die Punkte aber nicht einfach her. So war es dann der eingewechselte Philip Kremer, der nach schön getretenem Freistoß von Trost das Leder entgegen der Laufrichtung des Torhüters einnickte. Um ein Haar wäre das Spiel auch noch ganz gekippt. Kurz vor Ende verweigerte der Schiedsrichter Niederbrechen aber den entscheidenden Elfmeter, als er ein Foul an Reuter im Strafraum mit indirektem Freistoß ahndete. Trotzdem war die Punkteteilung gerecht.
FCA: Yannik Schneider, Huber, Schupp, Kremer, Ludwig (80. Bretz), Marius Schneider (75. Trost), Reuter, Frei (75. Philip Kremer), Born, Kentzia, Eisenbach
Weyer: Barthelmes, Schmidt, Kohlhepp, Tausch, Müller, Kaul, Aaki, Azemi, Waschitzek, Loresch, Petri
Tore: 0:1 Loresch (64.), Philip Kremer (83.).
Rot: Loresch (90.).
JUGENDFUßBALL:
D-Junioren, Gruppenliga: VfR 07 Limburg - Germania Schwanheim 1:0. Bei strömendem Regen empfingen die D-Junioren des VfR 07 Limburg das Nachwuchsteam von Germania Schwanheim. Die Truppe vom Stephanshügel begann das Spiel vor stattlicher Kulisse von 100 Zuschauern mit offensiver Aufstellung. Die junge Mannschaft des Traditionsvereins vom Main hielt mit massierter Abwehr dagegen. In der siebten Minute scheiterte Amanuel Beraki knapp per Freistoß, in der zwölften Minute verzog Timon Sehr links am Tor vorbei, nur eine Minute später scheiterte Gabriel Tripoli nach schöner Flanke von Pius Cornelius, dessen Schuss wiederum in der 23. Minute am Tor vorbei zischte. Sophia Karger, nach schönem Zuspiel von Johannes Behlau und Simon Neugebauer nach toller Einzelleistung scheiterten ebenfalls mit Großchancen, so dass es mit 0:0 in die Halbzeit ging.
Limburg erhöhte in der zweiten Hälfte den Druck und erarbeitete sich Torchancen im Minutentakt. Pius Cornelius freistehend gegen den sehr starken Schwanheimer Torwart, Sophia Karger und Simon Sehr scheiterten jedoch allesamt. Mit zunehmender Spieldauer machte sich Nervosität bei den jungen Rothosen breit, die spielerische Linie ging verloren, zu viele Einzelaktionen und weitere vergebene Torchancen waren die Folge. Dies änderte sich schlagartig, als sich Amanuel Beraki in der 47. Minute ein Herz fasste und mit einem platzierten Gewaltschuss aus 20 Metern flach und unhaltbar ins untere Eck traf – der Knoten war geplatzt. Die Domstädter fanden nun auch wieder zu ihrem Kombinationsspiel zurück und verwalteten den Vorsprung gegen eine Schwanheimer Mannschaft, die mit Leidenschaft kämpfte, aber in 60 Minuten lediglich einen Schuss auf das Tor von Moritz Schimanski abgab. Die Rothosen freuen sich nach zwei Auftaktsiegen nun auf das bevorstehende Derby am kommenden Samstag gegen die kombinierte Auswahl aus Dietkirchen/Offheim.
Für Limburg 07 spielten: Moritz Schimanski, Samuel Wolff, Johannes Behlau, Simon Sehr, Amanuel Beraki, Simon Neugebauer, Timon Schermuly, Pius Cornelius, Gabriel Tripoli, Sophia Karger, Jan Lohmann, Roman Kazakov, Niclas Trier.














































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