Spannender Start in die zweite Saisonhälfte der DTM

Mittwoch, 13.07.2011
Spannender Start in die zweite Saisonhälfte der DTM

Die DTM, die populärste internationale Tourenwagenserie, gastiert am ersten
Augustwochenende auf dem Nürburgring und verspricht packenden Motorsport.
Während ganz Deutschland an diesem Wochenende Sommerferien hat
und in Urlaubsstimmung ist, erwartet die 16 Herren und zwei Damen in den
spektakulären DTM-Boliden bei der Rennveranstaltung vom 5. bis 7. August
eine knifflige Aufgabe, denn für sie geht es in die zweite Saisonhälfte. Fünf
Rennen mit drei verschiedenen Siegern gab es 2011 bis dato; die Chancenverteilung
zwischen den Audi- und Mercedes-Benz-Piloten und zwischen den
verschiedenen Fahrzeugjahrgängen ist ausgeglichen wie selten zuvor. Tickets
für das DTM-Rennen gibt es im Vorverkauf über die Hotline 01805 723000
(0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.). Im
Internet sind die Eintrittskarten über die DTM-Homepage www.dtm.com
erhältlich – dort gibt es zudem News und Hintergrundinformationen rund um
die Serie und ihren anstehenden Auftritt in der Eifel.

Ausgeglichene Rennen, Fights um jeden Zentimeter auf der Strecke und jede
Hundertstelsekunde auf der Zeitenliste – in der DTM geht es 2011 äußerst
spannend zu. Drei Mal siegten bislang die Audi-Piloten, zwei Mal notierte
Mercedes-Benz die volle Punktzahl – zuletzt beim fünften Saisonlauf auf dem
Norisring. Die erste Saisonhälfte endete dabei für die Piloten aller Fabrikate
mit einer kalten Dusche: Auf dem Stadtkurs in Nürnberg erlebte die Serie ein
Regenrennen mit schwierigsten Streckenbedingungen. Der Kanadier Bruno
Spengler (AMG Mercedes C-Klasse) kam mit diesen am besten zurecht: Er
konnte seine Pole-Position in den zweiten Rennsieg der laufenden Saison umsetzen
und kommt nun als Spitzenreiter der Gesamtwertung zum Nürburgring.

Phoenix-Team vor Heimspiel motiviert

Hinter Spengler rangiert Audi-Pilot Martin Tomczyk. Der Rosenheimer hatte
nach seinen Siegen auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg und
auf dem Lausitzring auf eine Fortsetzung seiner Serie gehofft, musste sich
aber in Nürnberg mit dem dritten Platz begnügen. Von Startplatz zehn aus ins
die dritte Position nach vorne brachte – und ihm den zweiten Tabellenplatz mit
Schlagdistanz zum Spitzenreiter sicherte. „Besser hätte es nicht kommen
können“, strahlte er anschließend. „Ich bin glücklich.“ Auch in seinem Team
hielt sich die Trauer über die verlorene Tabellenführung angesichts des
Rennverlaufs in Grenzen – zumal das in Meuspath beheimatete Audi Sport
Team Phoenix am Nürburgring doppelt motiviert antritt. „Wir standen in
Nürnberg auf dem Podium und sind in der Meisterschaft dabei ganz vorn
geblieben“, fasst Teamchef Ernst Moser zusammen. „Wir haben zwar den
ersten Platz verloren, aber den holen wir bei unserem Heimspiel wieder
zurück.“

Schumacher, Scheider, Rockenfeller: Viele Lokalmatadore am Ring
Auch der dritte im Bunde der diesjährigen DTM-Rennsieger neben Bruno
Spengler und Martin Tomczyk dürfte sich besonders auf das Eifel-Gastspiel
der DTM freuen. Mike Rockenfeller landete beim zweiten Saisonlauf in
Zandvoort einen Sieg, blieb aber in Nürnberg punktelos. Der gebürtige
Neuwieder wurde im Audi A4 DTM als 14. abgewinkt und machte einen
Haken an das Wochenende: „Der Norisring ist vorbei, und wir konzentrieren
uns auf das nächste Rennen.“ Zufriedener war sein Markenkollege Timo
Scheider. Der gebürtige Lahnsteiner – DTM-Champion der Jahre 2008 und
2009 – konnte von Startplatz sieben auf die vierte Position vorfahren und
sicherte sich damit den dritten Platz in der Tabelle. Ein weiterer, höchst
prominenter Lokalmatador startet in der DTM in einer AMG Mercedes
C-Klasse und ist bis in die Haarspitzen motiviert: Ralf Schumacher, der das
Rennfahren schon als Dreijähriger auf der knapp eine Autostunde vom
Nürburgring entfernten Kartbahn in Kerpen-Manheim lernte, hat in dieser
Saison den Durchbruch geschafft: Der Ex-Formel-1-Pilot holte bislang bereits
zwei Podiumsplatzierungen und ist auf dem Sprung, seinen ersten Rennsieg
einzufahren – vielleicht sogar vor der heimischen Kulisse am Ring.

Wochenende voller Attraktionen

Neben der DTM als Höhepunkt des Wochenendes erwartet die Zuschauer auf
dem Nürburgring eine ganze Reihe von Attraktionen, für die sich der Weg in
die Eifel lohnt. Da sind zum Beispiel die Partnerserien, in denen mit der
Formel 3 Euro Series die wohl stärkste Nachwuchsserie der Welt gastiert.
Hier gehen die Formel-1-Weltmeister der Zukunft an den Start, während sich
im Volkswagen Scirocco R-Cup Helden der Vergangenheit ein Stelldichein
geben: In den Cockpits der Rennboliden, die mit Bioerdgas-Antrieb auf die
Strecke gehen, finden sich neben den fest eingeschriebenen Piloten auch
wechselnde Promi-Piloten. Mit dem Porsche Carrera Cup Deutschland und
dem Seat Leon Supercopa sind außerdem zwei weitere Aushängeschilder der
Markenpokalszene mit von der Partie. Zum hautnahen Erlebnis wird das DTMRennen
für die Fans durch viele zusätzliche Fan-Angebote: Autogrammstunden
und Interviewrunden, Aktionen im Fahrerlager, die ARD Chartshow in
der Boxengasse und viele weitere Attraktionen, die es zu entdecken gibt,
locken am ersten August-Wochenende zum Nürburgring.

Jubiläums-Rennen für die DTM auf dem Nürburgring

Wenn die DTM in diesem Jahr auf dem Nürburgring gastiert, dann startet sie
zum 45. Lauf in den 27 Jahren seit ihrer Gründung im Jahr 1984: Nur
wenige Strecken verbindet eine Beziehung mit dieser Kontinuität zur DTM,
zumal in der Eifel manche Weichen für die Serie gestellt wurden und viele
unvergessene Renn-Krimis stattfanden. Eines der vielleicht wichtigsten
Ereignisse: die Gründung des ITR e. V. als Trägerverein der Serie am
11. Juni 1986 im „Sporthotel Tribüne“. Die ITR ist seither für die Organisation
und Vermarktung der DTM zuständig. Erster Vorsitzender ist seitdem
Hans Werner Aufrecht, der getrost als „Mister DTM“ bezeichnet werden
kann: Er feiert 2011 sein 25-jähriges Jubiläum an der Spitze der ITR.

Die DTM auf dem Nürburgring – das ist eine Geschichte, die reich an sportlichen
Höhepunkten und Anekdoten ist. Der Eifelkurs war immer wieder für
spannende Rennen gut. Unvergessen etwa die Siege von Klaus Ludwig (erstmals
1985, ihm folgen 13 weitere), der sich auch mit den Auftritten im
DTM-Mercedes zum „König des Nürburgrings“ krönte. Später war es der
gebürtige Saarländer Bernd Schneider, der sich mit unvergessenen Rennen
im Stuttgarter DTM-Boliden in die Herzen der Fans fuhr. Hans-Joachim Stuck
holte für Audi 1990 den ersten DTM-Sieg am Ring; Nicola Larini entzauberte
1993 im Alfa Romeo 155 V6 TI die versammelte Riege der Ring-Füchse mit
einem Doppelsieg auf der Nordschleife. Waren es in den Anfangsjahren noch
bis zu drei Rennen in der Saison, so konzentriert sich heute das Interesse auf
einen DTM-Lauf am Ring. Sportlich ging es in den 25 Jahren seit der
DTM-Gründung steil nach oben.

ITR-Chef Hans Werner Aufrecht erklärt: „Die
DTM der Anfangsjahre ist mit dem heutigen Produkt kaum mehr vergleichbar:
Was als Tummelplatz vor allem für Privatteams mit seriennahen Tourenwagen
begann, ist heute eine Plattform der Premium-Automobilhersteller.“
Aber auch in anderer Beziehung sind die DTM-Läufe in der Eifel typisch für die
Evolution der Serie – etwa in Sachen Fan-Service. 2001 bildete ein
Kinderzirkus für die kleinen und ein Konzert für die großen Besucher ein
Vorbildmodell für den heutigen Fan-Service. „Einige Konstanten haben die
Serie immer ausgezeichnet“, beschreibt Aufrecht. „Dazu gehört die große
Nähe zu den Fans, faszinierende Renntechnik und einzigartige Rennstrecken.“

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